Eros-Thanatos Bibliothek der erotischen Literatur: Erotische Geschichten und Texte

Startseite > Erotische Literatur

Navigation

Erotische Literatur

Letzter Eintrag – Donnerstag 15. November 2007.

Bibliothek der erotischen Literatur: kostenlose erotische Geschichten, Texte, Bekenntnisse und Erzählungen von Autoren und Dichtern aus dem XVIII., XIX. und XX. Jahrhundert.


  • Galizische Geschichten

    Mondnacht

    Novelle (1875)

    par Leopold von Sacher-Masoch

    »Jetzt setzt sich Jemand an das Clavier, ein paar Takte, schon stehen die Paare zum Tanze gereiht. So geht es von Woche zu Woche, von Edelhof zu Edelhof. Die Spieltische werden nicht mehr zugeklappt, die langen Pfeifen dampfen, die geleerten Flaschen stehen in den Kellern in großen Quarrées, wie die alten Garden bei Waterloo.
    Und wenn Olga, im fahlen Frühlicht, in den dunklen Pelz von sibirischem Zobel, die weichen Felle ihres Schlittens versunken nach Hause zurückkehrt, da reiten vor ihr Kosaken mit Fackeln, von denen das Pech unausgesetzt in den zischenden Schnee träufelt und alle Schlitten geben ihr das Geleite wie einer Herrscherin.
    Und sie gebietet auch unumschränkt in dem lustigen Kreise, sie glänzt, sie siegt, sie ist glücklich. Man nennt schon den und jenen, der ihr sein verliebtes Confect besonders graciös und originell zu präsentiren weiß und dafür die Gunst genießt, ihr die Pelzschuhe an- und auszuziehen oder den Steigbügel zu halten, ihren Geliebten, während sie ihrem Manne die Treue noch kaum mit einem Worte, kaum mit einem Blicke verletzt hat. Sie hat ihren Gatten nie freundlicher behandelt sie sucht ihn durch hundert kleine Zärtlichkeiten zu entschädigen; aber das Geflüster der Gesellschaft, der Nachbarn, der Dienstleute drang auch zu seinem Ohr. Er vertraute seinem Weibe, aber er hielt auf Ehre und jeder Tropfen Verleumdung, der auf Olga spritzte, fraß wie Gift in seiner Seele.« (Leopold von Sacher-Masoch, Mondnacht).


  • Anandria

    Mademoiselle Sappho - 3

    Die Bekenntnisse der Mademoiselle Sappho (Drittes Kapitel)

    par Pidansat de Mairobert

    »Nachdem sie ihn durch dieses Vorspiel und einige Küsse in Stimmung versetzt hatte, befahl sie ihm, sich zu entkleiden. Zugleich zog sie sich selber völlig nackt aus und öffnete dann einen Schrank, woraus sie einen doppelten Panzer aus Roßhaar hervorholte, der mit unzähligen abgerundeten kleinen Stacheln versehen war. Mit diesem Bußwerkzeug, das hier in ein Werkzeug der Wollust verwandelt war, bekleidete sie ihm Brust und Rücken. Nachdem sie die beiden Teile durch Riemen von gleicher Art miteinander verbunden hatte, befestigte sie an dem den Bauch bedeckenden Teil eine eiserne Kette, die sie so zwischen seinen Beinen durchzog, daß der Hodensack in einer Art von Beutel ruhte, der sich in der Mitte der Kette befand. Dieser Beutel war ebenfalls aus Roßhaar, aber so eingerichtet, daß die Hand freien Zugang hatte, um die beiden Wonnespender kitzeln zu können. Die Kette war an dem hinteren Teil des Panzers befestigt. Ich kannte einen solchen Apparat noch nicht und hätte niemals gedacht, daß er so wirksam sei! Aber an der Wirksamkeit konnte ich nicht zweifeln, denn der fromme Priester bekam eine Erektion, wenngleich nur eine recht schwache. Da nahm Frau Richard Ruten und jagte ihn mit tüchtigen Schlägen auf Hinterbacken und Lenden ein paarmal im Zimmer herum.« (Pidansat de Mairobert, Die Bekenntnisse der Mademoiselle Sappho).

  • Anandria

    Mademoiselle Sappho - 2

    Die Bekenntnisse der Mademoiselle Sappho (Zweites Kapitel)

    par Pidansat de Mairobert

    »Die einseitige oder gegenseitige Handarbeit ist besonders bei den würdigen Persönlichkeiten beliebt, die Sie hier sehen werden. Da sie gezwungen sind, ihre Schwächen in das tiefste Geheimnis zu hüllen, so haben sie Angst, durch die unvorsichtige Zeugung eines Kindes oder durch eine häßliche Krankheit, deren Symptome sich nicht gut verbergen lassen, sich vor der Welt bloßzustellen. Dieser letztere Grund bestimmt auch viele Laien, zu diesem Mittel zu greifen, da die Überzeugung allgemein verbreitet ist, daß die Syphilis nur durch die Berührung mit erkrankten Geschlechtsorganen verbreitet wird.
    Der Lehrgang der Tribadie, den Sie, meine liebe Sappho, durchgemacht haben, ist für Sie ohne Zweifel eine sehr gute Vorschule für diese neue Kunst gewesen. Allerdings müssen Sie erst in das Theoretische derselben eingeführt werden, denn davon werden Sie bei Ihrem stürmischen jungen Liebhaber nicht viel gelernt haben; ohne Zweifel hat er stets einen schnellen Genuß gesucht und sich bemüht, schnell fertig zu werden, weil er stets bereit war, wieder anzufangen. Hier bei mir werden Sie mit Männern im reiferen Alter zu tun haben, deren Feuer bereits erloschen ist und die ihren Kräften durch die Phantasie nachhelfen müssen.« (Pidansat de Mairobert, Die Bekenntnisse der Mademoiselle Sappho).

  • Anandria

    Mademoiselle Sappho - 1

    Die Bekenntnisse der Mademoiselle Sappho (Erstes Kapitel)

    par Pidansat de Mairobert

    »So war ich fünfzehn Jahre alt geworden. Ich war ein großes Mädchen, und mit den Jahren hatten alle meine Fehler zugenommen. Bald traten zu diesen noch neue hinzu: Ich wurde außerordentlich wollüstig. Ich wußte nicht, warum, ich wußte nicht, was ich tat, noch was ich wollte – aber genug, ich zog mich nackt aus, sowie ich allein war; wohlgefällig betrachtete ich mich, betastete alle Teile meines Körpers, liebkoste meinen Busen, meine Schenkel, meinen Leib. Ich spielte mit den schwarzen Härchen, die bereits das Heiligtum der Liebe umschatteten, ich kitzelte leise dessen Eingang, aber ich wagte nicht tiefer einzudringen: Es schien mir so eng, so klein zu sein, daß ich mich zu verletzen fürchtete. Indessen, ich fühlte an diesem Teil ein verzehrendes Feuer; mit Entzücken rieb ich mich an harten Gegenständen oder an meiner kleinen Schwester, die bei mir zu Hause blieb, weil sie noch zu jung zur Feldarbeit war. Eines Tages kam meine Mutter früher als gewöhnlich vom Felde zurück und überraschte mich bei einer solchen Übung; sie wurde wütend und schimpfte mich, wie wenn ich die niedrigste Dirne gewesen wäre; sie sagte mir, ich sei ein verworfenes Geschöpf, es werde niemals etwas aus mir werden; sie nannte mich eine schamlose Vettel, die die Familie entehren werde, eine Prostituierte, die man in das Kloster der Frau Gourdan schicken müsse.« (Pidansat de Mairobert, Die Bekenntnisse der Mademoiselle Sappho).


Aktivitäten verfolgen RSS 2.0 | Actualité | Mode texte | Sitemap | Notice légale | Contact
Art et érotisme | Sexshop Boutique érotique | Jeux d'Argent : Gagner de l'argent et des Cadeaux | Psychanalyse Paris | Psychanalyste Paris | Blogs Psychanalyse